Besonderes Ereignis im Jubiläumsjahr „400 Jahre Reeperbahn“
Im Rahmen der Feierlichkeiten zu „400 Jahre Reeperbahn“ kam es auf St. Pauli zu einer außergewöhnlichen Übergabe mit großer historischer Bedeutung. Im traditionsreichen Salon Harry in der Davidstraße – jenem Friseursalon, in dem einst die Beatles ihren legendären Pilzkopf-Schnitt erhielten – überreichte Rockmusiker und Ex-Rattles-Mitglied Achim Reichel die originalen Filmschuhe von Hans Albers aus dem Film Der tolle Bomberg an das Projekt „Museum ohne Mauern“. Die Übergabe erfolgte stellvertretend an Ekkehart Opitz, den Direktor des Erotic Art Museum. Das „Museum ohne Mauern“ ist Teil der kulturellen Aktivitäten rund um das Jubiläum der Reeperbahn und präsentiert historische Relikte direkt an authentischen Orten des Stadtteils.
Die originalen Schuhe von Hans Albers zählen zu den besonderen Erinnerungsstücken der Hamburger Kulturgeschichte. Mit der Übergabe erhält das Museum ohne Mauern ein weiteres bedeutendes Exponat, das die Geschichte des berühmtesten Vergnügungsviertels Deutschlands erlebbar macht.
Für eine weitere Überraschung sorgte der ehemalige 1. Vorsitzende des St. Pauli Bürgervereins Dieter Lohberger. Er übergab dem Museum ohne Mauern eine wertvolle Präses-Mappe des ältesten Bürgervereins Deutschland mit umfangreichen historischen Unterlagen. Besonders bemerkenswert ist das enthaltene Register, dessen Einträge bis weit in die 1890er-Jahre zurückreichen. Die Dokumente liefern spannende Einblicke in die Vergangenheit des Stadtteils und ergänzen die Sammlung des Museums um wichtige historische Quellen.
Das Interesse der Medien war entsprechend groß. Zahlreiche Pressevertreter begleiteten die Veranstaltung vor Ort. Neben regionalen Medien berichteten auch Fernsehteams von RTL und Sat.1 über die Übergabe. Die hohe Aufmerksamkeit unterstreicht die kulturelle Bedeutung des Projekts „Museum ohne Mauern“.
Mit den Hans-Albers-Schuhen, den historischen Dokumenten und weiteren Reliquien wächst die Sammlung des Museums kontinuierlich. So entsteht im Jubiläumsjahr „400 Jahre Reeperbahn“ das lebendiges Geschichtsprojekt weiter, das Vergangenheit und Gegenwart des Hamburger Kiezes auf einzigartige Weise miteinander verbindet.



